Gehören Sie auch zu den sportlichen Mitmenschen, die den nächsten Urlaub mit Fahrrädern geplant haben? Dann müssen Sie bedenken, dass die Reise mit einem Fahrradträger gesetzlichen Bestimmungen unterliegt.

Bei einem Verstoß kann ein saftiges Bußgeld fällig werden und wenn es ganz arg kommt, droht Ihnen sogar in manchen Ländern ein Fahrverbot. Für einige der Radvorrichtungen benötigen Sie beispielsweise ein zusätzliches Kennzeichen. Werfen Sie deshalb einfach einen Blick in die Herstellerangaben des Radträgers. Im Normalfall stehen dort alle wichtigen Informationen rund um die Folgekennzeichen. Vor allem ist dort auch angeführt, ob an Ihrer Tragevorrichtung ein amtliches Nummernschild befestigt werden muss.

Welcher Fahrradträger braucht ein Kennzeichen?

Sobald das hintere Kennzeichen verdeckt wird, muss das Original-Kennzeichen wiederholt werden

Nicht jeden Fahrradträger müssen Sie mit einem zusätzlichen Kennzeichen versehen. In der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) wird genau angeführt, wann ein zusätzliches Nummernschild für den Fahrradträger erforderlich ist. Es heißt dort in §10 Absatz 9 Satz 1 FZV in etwa: Sobald das hintere Kennzeichen teilweise oder vollständig verdeckt wird, muss das Original-Kennzeichen wiederholt werden.

Das heißt, Sie brauchen die zusätzlichen Kennzeichen für Fahrradträger nur dann, wenn der Blick auf die Nummernschilder Ihres PKWs eingeschränkt ist. Daher ist entscheidend, welche Radträger-Version Sie verwenden. Im Handel finden Sie verschiedene Formen von Radträgern wie etwa den: Dachträger, den Kupplungsträger und den Heckklappenträger.

1. Dachträger

Wie der Name schon aussagt, wird das Modell auf das Autodach montiert. Das ganze Fahrzeug wird höher, denn auch die Räder stehen aufrecht oben auf dem PKW-Dach. Darauf ist vor allem beim Einfahren in Unterführungen und Parkhäusern Bedacht zu nehmen. Der Blick auf das Kennzeichen bleibt beim Dachträger frei und Sie benötigen kein separates Nummernschild.

2. Heckklappenträger

Der Heckträger wird im Normalfall an die Heckklappe montiert. Einige der Fabrikate schränken Ihre Sicht nach hinten ein. Je nach Modell kann es vorkommen, dass das Nummernschild bedeckt wird. Dann muss ein Kennzeichen für Fahrradträger angebracht werden.

3. Kupplungsträger

Diese Tragevorrichtung für Fahrräder wird auf die Anhängerkupplung aufgesetzt. Im Falle eines Auffahrunfalls können die Räder nicht vom Dach fallen oder nach vorne kippen. Bei Modellen, die über einen Abklappmechanismus verfügen, haben Sie sogar im beladenen Zustand Zugang zum Kofferraum. Bei dieser Variante muss ein zusätzliches Autoschild angebracht werden. Das hintere Autokennzeichen wird nämlich bedeckt.

Das Fahrradträger Nummernschild muss mit dem amtlichen Kennzeichen Ihres PKWs übereinstimmen und fest an dem Radträger fixiert sein.

Wie muss das Kennzeichen für den Radträger aussehen?

Die Verordnung für das „Folgekennzeichen“ wird auch durch die FZV (Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr) geregelt. Das zusätzliche Kennzeichen für die Tragevorrichtung muss dieselbe Nummer tragen wie das Original – es muss aber nicht abgestempelt sein. Die Beschriftung muss schwarz sein (auf einem weißem Grund und mit schwarzem Rand).

Die neuen Nummernschilder dürfen nicht reflektieren (keine Folien darauf anbringen) und sie müssen zudem der DIN 74069 entsprechen. Außerdem müssen die Folgekennzeichen über Maße von: B 520 mm x 110 mm (Größtmaß) verfügen. Anzuführen ist auch, dass die Schriftart und die Schrifthöhe vorgegeben sind. Es ist nur die: „Schrift für Kfz-Kennzeichnen„, der Bundesanstalt für Straßenwesen zulässig. Das Original-Kennzeichen muss am PKW bleiben, auch wenn es durch den Radträger verdeckt wird.

Mit welchen Kosten ist beim Kauf eines Folgekennzeichens zu rechnen?

Sie haben mit Kosten zwischen 10 bis 50 Euro zu rechnen

Die gute Nachricht zuerst: Ein tiefer Griff in die Geldtasche bleibt Ihnen erspart. Sie haben mit Kosten zwischen zirka 10 bis 50 Euro zu rechnen. Dabei haben Sie die Möglichkeit das Nummernschild entweder bei einem Schildermacher anfertigen zu lassen oder Sie entschließen sich für einen Kauf im Internet.

Wichtig ist, dass Ihr neues Folgekennzeichen den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ansonsten kann es teuer werden. Fehlt das zusätzliche Nummernschild, droht Ihnen ein saftiges Bußgeld von 60 Euro. Ist es mit einer Folie oder mit Glas bedeckt, müssen Sie 65 Euro hinblättern.

Ganz böse enden kann es, wenn die Nummern des Folgekennzeichens nicht mit dem Original-Kennzeichen übereinstimmen. Dieses Vergehen wird mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe (bis zu einem Jahr) geahndet.

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