Ihr Fahrradträger muss während der Fahrt mit einer großen Belastung fertig werden. Allzu billige Modelle könnten eventuell zu einem Sicherheitsrisiko werden. Achten Sie daher beim Kauf immer darauf, dass der Radträger über ein TÜV-Siegel oder über ein GS-Zertifikat verfügt.

Damit wird sichergestellt, dass alle sicherheitstechnischen Anforderungen des Radträgers geprüft wurden. Als Nutzer können Sie sich dann sicher sein, dass sich am Träger keine Scher- und Quetschstellen befinden. Zudem sollte das Produkt eine Zulassung für die Bundesrepublik Deutschland haben. Achten Sie außerdem auf die Traglast des Trägers, auf die Stützlast der Anhängerkupplung (bei einem Kupplungsträger) sowie auf die maximale Nutzlast Ihres Fahrzeugs.

Worauf der TÜV beim Fahrradträger Wert legt

Für die Zulassung Ihres Radträgers gelten die Vorschriften der StVZO

Für die Zulassung Ihres Radträgers gelten die Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Dort ist genau angeführt worauf es zu achten gilt und welche Punkte eingehalten werden müssen, damit Sie das Fahrradträger-System auch öffentlich nutzen dürfen.

Die Beleuchtungsanlagen am Kupplungsträger müssen sichtbar sein, damit ein herankommendes Fahrzeug Ihr Gefährt frühzeitig erkennen kann. Wird die Beleuchtung (beim Kupplungsträger) verdeckt, dann muss die nötige Rückbeleuchtung und das Blinken über den Radträger erfolgen. Besonders anzumerken ist, dass Sie mit einer TÜV-Zulassung sogar im Falle eines Unfalls auf der sicheren Seite sind.

Damit Sie auch in anderen europäischen Ländern sicher und ohne Probleme unterwegs sind, sollten Sie immer eine EU-Betriebserlaubnis für das eigene Fahrradträger-Modell mitführen.

Der TÜV empfiehlt Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Vom TÜV-Rheinland werden Radträger für die Anhängerkupplung empfohlen. Die Experten des Prüfinstitutes führen an, dass sich diese Fabrikate einfacher mit Fahrrädern beladen lassen als die Dach- und Heckklappenträger. Außerdem ist die Gefahr, dass Sie Ihr Auto verkratzen und verbeulen geringer. Des Weiteren belasten Kupplungsträger Ihren PKW nicht so stark wie Heckträger. Dort müssen die Scharniere mit dem zusätzlichen Gewicht fertig werden.

Für Ihren Kupplungsträger benötigen Sie laut TÜV-Angaben im Allgemeinen zusätzliche Rückleuchten, Bremslichter und Blinker sowie ein extra Kennzeichen. Denn die Heckbeleuchtung und das Nummernschild wird meist durch den Träger verdeckt. Darauf weist auch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hin.

Vom TÜV-Rheinland ist zudem zu erfahren, dass Dachträger das Fahrverhalten Ihres Autos beeinflussen und dass auch der Treibstoffverbrauch durch die im Fahrtwind positionierten Bikes in die Höhe getrieben wird. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass das Hochheben der Fahrräder (bei E-Bikes beispielsweise) eine echte Herausforderung sein kann. GTÜ und TÜV-Rheinland weisen zudem darauf hin, dass beim Beladen der Gepäckträger (für Fahrräder) auf die maximale Stützlast der Anhängerkupplung zu achten ist. Zudem gilt es bei (einem Dachträger) die zulässige Dachlast einzuhalten. Die Angaben dazu finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.

Worauf Sie noch achten sollten

Die Parkassistenz-Systeme funktionieren beim Rückwärtsfahren womöglich nicht richtig​

Bevor die Fahrt mit dem Radträger losgeht, sollten Sie die Zweiräder richtig sichern. Bei einigen Heckträger ragen die befestigten Räder über Ihr Fahrzeug hinaus. Dadurch wird die Sicht über Ihre Seitenspiegel eventuell eingeschränkt. In einem solchen Fall muss ein zusätzlicher Seitenspiegel angebracht werden.

Während es bei einem Kupplungsträger in der Regel kaum zu einem höheren Spritverbrauch kommt, schlägt der Treibstoffverbrauch bei einem Dach- und Heckträger wegen der zusätzlichen Fläche meist höher zu Buche. Um von vornherein alle Gefahrenquellen auszuschließen, sollten Sie zudem überprüfen, ob Ihre Kennzeichen gut sichtbar sind und dass die maximale Stützlast von Radträger und Anhängerkupplung nicht überschritten wird.

Passen Sie zudem Ihr Tempo an die Verkehrslage an. Bedenken Sie, dass das Befestigungssystem und die Fahrräder das Fahrverhalten Ihres PKWs beeinflussen werden. Vermeiden Sie ruckartige Fahrmanöver und seien Sie sich im Klaren, dass die Parkassistenz-Systeme beim Rückwärtsfahren womöglich nicht richtig funktionieren.

Fazit

Ohne eine TÜV-Zulassung dürfen Sie mit Ihrem Fahrradträger-Modell nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Gehen Sie kein Risiko ein und erkundigen Sie sich bereits vor dem Kauf eines Radträgers worauf das unabhängige Prüfinstitut Wert legt.

Kommentar hinterlassen

1 Comment

  1. Avatar

    Hallo, wir suchen einen Fahrradträger und würden gerne wissen welche Träger für drei Fahrräder eine Straßenzulassung für Deurschland haben?
    Gibt es vielleicht eine Liste der zugelassenen Träger?

    Mfg. Klaus Zahn

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.